Referenzen
gemeinschaftlisches Wohnprojekt - Baugruppe Gablitz (2012)

DIE ZUKUNFT DES WOHNENS

gemeinschaftliches Wohnprojekt im Wienerwald – BAUGRUPPE Gablitz

In den letzten Jahren ist ein wachsendes Bedürfnis nach Wohnformen mit sozialem Mehrwert festzustellen. Aktuell entsteht in Gablitz im Wienerwald ein Projekt, das gemeinschaftliches Wohnen mit einem kreativen Arbeitsraum verknüpft.

Als ein Wohnprojekt verstehen sich Wohn- und Baugemeinschaften, die ein Haus oder mehrere gemeinsam entwickeln, bewohnen und verwalten. Solche gemeinschaftlich organisierten Wohnformen kommen etwa seit den1980er- Jahren vor allem in Deutschland und Westeuropa auf und können als Antwort auf das Altern der Gesellschaft, auf die Knappheit bezahlbaren Wohnraums und als Beitrag zur Ausbreitung bedürfnisgerechterer Lebensformen gesehen werden.

Anders als Eigentümergemeinschaften versuchen Wohnprojekte, Beteiligten die Chance zu eröffnen, auch ohne viel Eigenkapital selbstbestimmt zu leben, oft als Alternative zum isolierten Leben in der Singlewohnung oder im Altenheim. Soziologisch geht damit einher, dass die Kleinfamilie mit Alleinverdiener schwindet und Patchwork- sowie Wahlfamilien zunehmen.

Charakteristisch für Wohnprojekte sind Selbstverwaltung und basisdemokratische Arbeitsweisen. Nicht-kommerzielle Beteiligungsformen und genossenschaftliche Strukturen kommen den Idealen vieler Wohnprojekt-Aktiven weitaus näher als Erwerbermodelle. Häufiger als der Neubau ist die Ressourcen schonende Umnutzung vonAltbauten, deren Abriss oder Verfall droht. Wichtig für Wohnprojekte ist die organisierte Gruppenselbsthilfe als Eigenkapitalersatz. Es wird auch darauf Wert gelegt, Barrieren gegen Kinder und alte Menschen oder andere Randgruppen unserer Gesellschaft abzubauen.

Die Vision unseres Projektes ist eine nachhaltige Lebensgemeinschaft für Alt und Jung mit einem Schwerpunkt im Bereich Kreativität. Sie ist offen für neue Lebensstile vom Single-Haushalt bis zu den verschiedensten Familienformen. In begleiteten Planungsworkshops werden konkrete Inhalte für die Architektur und Freiraumgestaltung gemeinsam erarbeitet. So werden moderne Wohnräume in Modulform durch Gemeinschaftsräume wie etwa einer Gemeinschaftsküche, einer Bibliothek oder einem Heimkino erweitert. Ein Obst- und Gemüsegarten, Spiel- und Erholungsbereiche schaffen einen nutzbaren Außenraum für alle Beteiligten.

Der alte Teil des ehemaligen Hotels Stadlmaier wird revitalisiert.

Wir verknüpfen Arbeiten und Wohnen sehr stark, wobei Synergien zwischen den Mitgliedern der Gemeinschaft und dem Umland gesucht und gestärkt werden.

Es wird einen CoWorkingSpace für kreative Dienstleister aus der gesamten Region Wienerwald bzw. WienWest geben. Als Vorbild dient die flexible Bürostruktur des Vienna Hub.

Gründer, EPUs und KMUs finden hier professionelle und vor allem soziale Vernetzungsmöglichkeiten.

Vorgesehen ist auch ein Ausstellungs- und Veranstaltungssaal in dem zu sanierenden Altbaubestand. Es gibt einen wunderbaren Bühnenraum und großes Interesse diesen wieder zu aktivieren.

Hier könnte auch der CoWorkingSpace untergebracht sein und gleichzeitig ein Teil der Gemeinschaftsbereiche des Wohnprojektes.

Im Untergeschoß des ehemaligen Gasthaus Stadlmaier wird wieder ein Bistro, ein Restaurant oder ein kreativer Kochsalon einziehen.


Kennwerte CoHousing:

- solidarisches generationenübergreifendes Planen, Bauen, Wohnen

- gemeinschaftlicher Besitz (ähnlich einer Genossenschaft)

- Schaffung von günstigen Wohnungen in Niedrigstenergiehausstandard.

- Moderne und flexible Wohnungsgrundrisse

- Gemeinsam genutzte Außenräume (Nutzgarten, Innenhof, Atrien, Foyer udgl.)

- Gemeinschaftsräume (Cafe, Bibliothek, Sauna, Werkstatt usw.)

- Kinderbetreuung

- Carsharing


Bewohnerstruktur:

10% StudentenWGs,

30% Seniorenwohnen,

20% Junge Paare/Startwohnungen,

20% AlleinerzieherInnen

20% Familien


Werte:

Wir betrachten Kreativität als lebendiger Bestandteil unserer Gemeinschaft.

Wir bekennen uns zu Design in der Architektur- und Freiraumgestaltung

Grundwerte der Zusammenarbeit sind Transparenz und Offenheit.


Ablauf:

Das gesamte Projekt ist eine Privatinitiative in Zusammenarbeit mit der Firma Tsibutsang Wohnsoziometrie GmbH., die die sozialen Prozesse begleiten wird.

Wir planen, das Projekt auch wissenschaftlich zu begleiten.

Es gibt seit März regelmäßig Informationsveranstaltungen, seit Anfang Mai moderierte Planungsmeetings und ab etwa Juni gibt es Planungsworkshops.  Geplant sind 5 Workshops über das Jahr verteilt, sodass wir im Frühjahr 2013 um Genehmigung ansuchen können und im Sommer 2013 sollte Baubeginn sein.


Finanzierung:

Die Finanzierung wird nach solidarischen Gesichtspunkten erfolgen. Dafür erarbeitet eine eigene Arbeitsgruppe Strategien und Konzepte.

Gesucht werden daher nicht nur Menschen, die dort wohnen möchten, sondern auch Personen, die sich finanziell beteiligen möchten.


Kontakt:

Das Projekt auf Facebook: http://www.facebook.com/CoHousingArtsLiving.

Kontakt: Astrid Wessely (astrid@wessely.at).

Die nächste Präsentation findet am 14.Juni 2012 um 19:00 Uhr in der Sargfabrik statt.

Eine weitere am 18.Juni 2012 um 19:00 Uhr im Gemeindeamt Gablitz.


« Zurück zur Übersicht
gemeinschaftlisches Wohnprojekt - Baugruppe Gablitz - Bild 1
gemeinschaftlisches Wohnprojekt - Baugruppe Gablitz - Bild 2
gemeinschaftlisches Wohnprojekt - Baugruppe Gablitz - Bild 3
wessely architektur Hauptstraße 37b/8 A-3003 Gablitz. fon +43 699 19454014 e-mail office@wessely.at